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Neuroradiologie.
Kopfschmerz, Schwindel, Taubheitsgefühle – Beschwerden des Nervensystems sind oft schwer zu fassen. Die Bildgebung von Gehirn, Gefäßen und Wirbelsäule verlangt eigene Erfahrung: Was gesehen wird, hängt davon ab, wonach gesucht wird. Bei uns wird sie von einem Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie befundet – aus einer Hand.
„Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht“, notierte Goethe (überliefert, 1819) – für die Neuroradiologie gilt das besonders. Ein MRT des Kopfes ist kein Standardprodukt. Ob eine Sequenz kleine Gefäßverschlüsse sichtbar macht, ob eine Gefäßdarstellung ein Aneurysma erfasst, ob sich Entzündungsherde von Narben unterscheiden lassen – all das entscheidet sich vor der Untersuchung, bei der Wahl des Protokolls. Genau hier zahlt sich neuroradiologische Erfahrung aus. Und wo Physik und Medizin zusammenkommen, lässt sich die Technik auf die Fragestellung zuschneiden, statt die Fragestellung auf die Technik.
Die MRT ist in der Neuroradiologie das zentrale, strahlungsfreie Verfahren für Gehirn, Rückenmark, Nerven und Gefäße; für die Wahl des jeweils passenden Protokolls geben die evidenzbasierten Kriterien der Fachgesellschaften (u. a. der ACR Appropriateness Criteria) einen anerkannten Rahmen.
Magnetresonanz-Angiographie (MR-Angiographie, Gefäßdarstellung ohne Katheter) der hirnversorgenden Gefäße: Einengungen und Durchblutungsstörungen werden sichtbar, bevor sie zum Ereignis führen.
Die MR-Angiographie stellt die hirnversorgenden Gefäße strahlungs- und meist kontrastmittelfrei dar – zur Abklärung von Aneurysmen (Gefäßaussackungen, besonders bei familiärer Häufung), Gefäßverengungen (Stenosen) und Gefäßmissbildungen.
Strukturierte Abklärung unklarer Beschwerden: Gehirn, Gefäße, Nervenaustrittspunkte und Innenohr in einem Durchgang beurteilt.
Bandscheibenvorfall, Spinalkanalenge, Nervenwurzelkompression: Das Rückenmark – der „Kabelbaum“ des Körpers – und die Nervenwurzeln werden mit dem umgebenden Weichgewebe dargestellt, das dem Röntgenbild verborgen bleibt.
Bei Multipler Sklerose (MS) und verwandten Erkrankungen ist die MRT das wichtigste bildgebende Verfahren – sie weist entzündliche Herde in Gehirn und Rückenmark nach und ist fester Bestandteil von Diagnose und Verlaufskontrolle.
Gerade nach der starken Zunahme post-viraler Neurosyndrome und Dysautonomien – etwa bei Post-COVID – ist eine kraniale Abklärung sinnvoll, um andere Ursachen von „Brain-Fog“, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sicher auszuschließen.
Nicht jede dieser Beschwerden hat eine gefährliche Ursache – aber jede verdient eine Antwort. Bildgebung schafft Klarheit in beide Richtungen: Sie findet, was da ist, und schließt aus, was Sorgen macht. Diese Aufzählung ist beispielhaft und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Online oder telefonisch – Termine kurzfristig, Notfälle werden berücksichtigt. Rufen Sie uns an.
Je nach Fragestellung 20 bis 40 Minuten, ohne Strahlung; Kontrastmittel nur, wenn es die Frage wirklich erfordert.
Sie sprechen mit dem Facharzt, der Ihre Bilder befundet hat – auf Wunsch mit Weiterleitung an Neurologie oder HNO.
Neuroradiologische Bildgebung mit fragestellungsspezifischem Protokoll – von einem Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie befundet. Kurzfristige Termine, Befund in der Regel innerhalb von 24 Stunden, Bilder auf Wunsch direkt in Ihr System.
Physiker und Radiologe – verbindet medizinische und technische Expertise für präzise Bildgebung und persönliche Betreuung.
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In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall¹ – eine der häufigsten Ursachen dauerhafter Behinderung im Erwachsenenalter; viele Ereignisse gehen auf Verengungen der hirnversorgenden Gefäße zurück, die sich über Jahre unbemerkt entwickeln.² An Multipler Sklerose, der häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zentralnervensystems, sind in Deutschland rund 300.000 Menschen erkrankt, mit etwa 15.000 Neudiagnosen pro Jahr – für Diagnose und Verlaufskontrolle ist die MRT das entscheidende Verfahren.⁶ Nicht gerissene Hirnaneurysmen finden sich bei etwa drei Prozent der Erwachsenen³ – meist als Zufallsbefund, bei familiärer Häufung jedoch mit deutlich erhöhtem Risiko, sodass Fachgesellschaften dann eine gezielte Abklärung erwägen.⁴ Gehirn, Gefäße, Rückenmark und Nerven lassen sich mit der MRT strahlenfrei und meist ohne Kontrastmittel beurteilen; für die Wahl des passenden Verfahrens geben evidenzbasierte Kriterien der Fachgesellschaften (u. a. der ACR Appropriateness Criteria) den Rahmen.⁵ ⁷ Ob eine solche Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Vorgeschichte ab – das klären wir in Ruhe gemeinsam.