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Herzschwäche · München

Herzinsuffizienz

Herzschwäche früh erkennen – bevor die Luft knapp wird.

Nachlassende Belastbarkeit, Luftnot, geschwollene Beine – eine Herzschwäche entwickelt sich oft schleichend. Ihre häufigste Ursache ist die koronare Herzkrankheit (KHK – das allmähliche Zusetzen der Herzkranzgefäße durch Verkalkung). Entscheidend ist deshalb zweierlei: die Pumpleistung genau zu messen und die Ursache zu finden. Echokardiographie und Herz-MRT bestimmen die Pumpleistung genau – die Auswurffraktion (der prozentuale Anteil, den das Herz pro Schlag auswirft) ebenso wie die Auswurfleistung (das pro Herzschlag ausgeworfene Blutvolumen); das Herz-MRT deckt zusätzlich Vernarbungen und Entzündungen auf – ohne Strahlung –, und die Herz-CT schließt eine KHK aus. Alles an einem Ort, von erfahrenen Spezialisten ausgewertet.

Was uns wichtig ist
Fachbegriffe unklar? 46 Fragen zum Herzen, verständlich beantwortet – von KHK, Plaque und Calcium-Score bis Herz-CT, Stress-MRT und Rhythmusstörungen. Zu den Antworten →
Wann eine Herzschwäche-Abklärung sinnvoll ist

Zwei gute Gründe, genauer hinzusehen

Herzinsuffizienz heißt auf Deutsch Herzschwäche oder Herzmuskelschwäche. Typische Symptome und erste Anzeichen sind Wassereinlagerungen in den Beinen, Luftnot beim Treppensteigen – man wird schneller kurzatmig – und eine nachlassende Belastbarkeit. Wie es weitergeht, welches Stadium vorliegt und wie die Lebenserwartung aussieht, hängt vor allem von der Ursache und der Pumpfunktion (Ejektionsfraktion) ab – deshalb lohnt die genaue Abklärung.

Bei Luftnot und Leistungsknick

Wenn Treppensteigen zunehmend schwerfällt, nächtlicher Husten oder Luftnot auftritt oder die Beine anschwellen, klären wir, ob eine Herzschwäche dahintersteckt.

Zur genauen Bestimmung der Pumpleistung

Die Auswurffraktion – der Anteil des Blutes, den das Herz mit jedem Schlag auswirft, also das wichtigste Maß seiner Pumpkraft – entscheidet über Diagnose und Therapie. Echokardiographie und – als Referenz – das Herz-MRT messen sie zuverlässig und zeigen, ob das Herz kräftig oder eingeschränkt pumpt.

Unspezifische Beschwerden

Erschöpft, müde, nicht mehr belastbar?

Anhaltende Erschöpfung, ungewohnte Müdigkeit, ein Leistungsknick oder das Gefühl, bei Belastung nicht mehr mitzukommen, haben viele mögliche Ursachen – von Blutarmut und Schilddrüse bis zu Schlafstörungen oder seelischer Belastung. Eine davon kann das Herz sein: Lässt die Pumpleistung nach oder ist der Herzrhythmus gestört, zeigt sich das oft zuerst als verminderte Belastbarkeit.

  • Sie kommen bei Belastung schneller außer Atem als früher.
  • Sie sind tagsüber erschöpft, obwohl Sie ausreichend schlafen.
  • Sie schlafen schlecht, wachen nachts mit Luftnot auf oder brauchen mehrere Kissen.
  • Ihre Leistungsfähigkeit hat in den letzten Monaten spürbar nachgelassen.

Mit Echokardiographie, EKG und bei Bedarf Herz-MRT klären wir in einem Termin, ob das Herz dahintersteckt – und besprechen das Ergebnis direkt mit Ihnen. Liegt die Ursache woanders, sagen wir Ihnen das ebenso klar.

Anhaltende, chronische Erschöpfung nach einem Infekt – etwa bei Long- oder Post-COVID, bei einer Fehlregulation des autonomen Nervensystems (Dysautonomie, z. B. beim POTS-Syndrom) oder bei einer Funktionsstörung der Gefäßinnenwand und der kleinsten Herzgefäße (endotheliale bzw. mikrovaskuläre Dysfunktion) – kann das Herz betreffen oder Herzbeschwerden ähneln. Herz-MRT und Stress-MRT zeigen, ob Herzmuskel oder Durchblutung beteiligt sind; so wird klar, in welche Richtung die weitere Abklärung gehen sollte.

Die Untersuchungen

Pumpleistung und Ursache in einem

Eine Herzschwäche sicher einzuordnen heißt: die Pumpleistung genau zu messen – und die Ursache zu finden. Die häufigste Ursache ist die – oft zu spät erkannte – koronare Herzkrankheit; sie sollte deshalb frühzeitig, etwa mit der Herz-CT, gezielt ausgeschlossen werden. Beides bringen wir unter einem Dach zusammen, gänzlich ohne oder mit sehr geringer Strahlung.

Echokardiographie

Der Herzultraschall beurteilt Pumpfunktion, Klappen und Füllung – die Basisuntersuchung der Herzinsuffizienz-Diagnostik, gänzlich ohne Strahlung.

Herz-MRT: die Auswurffraktion

Das Herz-MRT gilt als Referenz für die exakte Messung der Auswurffraktion und der Herzvolumina – reproduzierbar und unabhängig von der Schallqualität.

Herz-MRT: die Ursache

Über die Gewebecharakterisierung deckt das Herz-MRT Vernarbungen, Entzündungen (Myokarditis) oder Speichererkrankungen auf – oft der Schlüssel zur Ursache der Herzschwäche.

Herz-CT

Liegt eine koronare Herzkrankheit zugrunde, bildet die Herz-CT die Herzkranzgefäße direkt ab – nicht-invasiv und ohne Katheter. Die Strahlendosis ist dabei so niedrig wie technisch derzeit möglich und steht in keinem Verhältnis zum Risiko einer unerkannten koronaren Herzkrankheit.

So läuft es ab

In drei Schritten zur Gewissheit

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Die Untersuchung

Echokardiographie und – wenn nötig – Herz-MRT, in ruhiger Atmosphäre; ein Kontrastmittel über die Armvene macht das Gewebe beurteilbar.

Befund & Gespräch

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Ihre Ärzte

Persönlich für Sie da

Anastasija Todorovska – Fachärztin für Kardiologie und Innere Medizin

Anastasija Todorovska

Fachärztin für Kardiologie & Innere Medizin

Spezialisiert auf Echokardiographie, EKG-Diagnostik und die kardiologische Abklärung – in enger Zusammenarbeit mit der Radiologie.

Das sagen unsere Patienten

Vertrauen, das aus Erfahrung wächst

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Prävalenz & Hintergrund

Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Diagnosen bei Krankenhausaufnahmen in Deutschland und betrifft mehrere Millionen Menschen – mit steigender Tendenz.¹ Man sollte sie ernst nehmen: In gemeinschaftsbasierten Studien überleben mehr als 40 % der Betroffenen die ersten fünf Jahre nach der Diagnose nicht² – zugleich lässt sich ihr Verlauf umso besser beeinflussen, je früher sie erkannt und ihre Ursache behandelt wird. Die häufigste Ursache ist die Verengung der Herzkranzgefäße durch Ablagerungen (= KHK = koronare Herzkrankheit),¹ die – zusammen mit ihren Folgeerkrankungen wie Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen – für bis zu rund 190.000 Sterbefälle pro Jahr steht und die häufigste Todesursache in Deutschland ist.⁴ Wie häufig diese koronare Herzkrankheit lange unbemerkt heranreift, zeigte 2026 die REACT-Studie – bei rund 57 % beschwerdefreier Erwachsener fanden sich bereits Gefäßablagerungen.⁸ Entscheidend für Diagnose und Therapie ist die genaue Messung der Auswurffraktion: Die Echokardiographie ist die Basisuntersuchung, das Herz-MRT gilt als Referenzverfahren für die exakte, reproduzierbare Bestimmung von Auswurffraktion und Herzvolumina.⁵ Darüber hinaus macht das Herz-MRT über die Gewebecharakterisierung Vernarbungen, Entzündungen oder Speichererkrankungen sichtbar – häufig der Schlüssel zur Ursache – ganz ohne Strahlenbelastung.⁶ Und die Herz-CT schließt eine koronare Ursache nicht-invasiv aus.⁷ Ob und welche Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gemeinsam nach Ihrem individuellen Risikoprofil.

Literatur
  1. Deutsche Herzstiftung u. a. (Hrsg.). Deutscher Herzbericht – Update 2025 (Berichtsjahr 2023). Frankfurt am Main, September 2025. epaper.herzstiftung.de
  2. Jones NR, Roalfe AK, Adoki I, Hobbs FDR, Taylor CJ. Survival of patients with chronic heart failure in the community: a systematic review and meta-analysis. Eur J Heart Fail 2019;21(11):1306–1325. academic.oup.com
  3. Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz – Version 4.0, 2023. AWMF-Register-Nr. nvl-006. doi:10.6101/AZQ/000510 (gültig nur das Kapitel „Medikamentöse Therapie“; übrige Kapitel der 3. Auflage seit Oktober 2024 abgelaufen, in Überarbeitung). leitlinien.de
  4. Statistisches Bundesamt (Destatis). Todesursachenstatistik 2022 und 2023. Deutsche Herzstiftung u. a. (Hrsg.). Deutscher Herzbericht – Update 2024 (Berichtsjahr 2022) und Update 2025 (Berichtsjahr 2023). Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Koronare Herzkrankheit – Sterblichkeit. gbe.rki.de
  5. Køber L, Adamo M, Ruwald AC, et al. 2026 ESC Guidelines for the management of heart failure. Eur Heart J 2026 (online 28. August 2026). doi:10.1093/eurheartj/ehag100 academic.oup.com
  6. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Kardiale Magnetresonanztomografie bei koronarer Herzkrankheit. Abschlussbericht D24-02, Version 1.0, Stand 01.10.2025. IQWiG-Berichte Nr. 2103. doi.org
  7. Vrints C, Andreotti F, Koskinas KC, et al. 2024 ESC Guidelines for the management of chronic coronary syndromes. Eur Heart J 2024;45(36):3415–3537. academic.oup.com
  8. Bundgaard H, et al. Prevalence of Silent Atherosclerosis across Adult Life. N Engl J Med 2026; online veröffentlicht am 29.08.2026 (REACT-Studie, vorgestellt beim ESC-Kongress 2026, München). doi:10.1056/NEJMoa2609059 nejm.org
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