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Herz-MRT · München

Herz-MRT

Herzmuskel und Durchblutung – ohne Röntgenstrahlen beurteilt.

Manche Beschwerden bleiben unerklärt, obwohl EKG, Ultraschall und sogar Herz-CT oder Katheter unauffällig sind. Die Herz-MRT zeigt, was diese Verfahren nicht sehen: eine Entzündung des Herzmuskels und Durchblutungsstörungen bis in die kleinsten Gefäße – strahlenfrei und in Ruhe.

Was uns wichtig ist
Fachbegriffe unklar? 46 Fragen zum Herzen, verständlich beantwortet – von KHK, Plaque und Calcium-Score bis Herz-CT, Stress-MRT und Rhythmusstörungen. Zu den Antworten →
Wann eine Herz-MRT sinnvoll ist

Zwei gute Gründe, genauer hinzusehen

Das Herz-MRT zeigt auch Narben im Herzmuskel, etwa nach einem unbemerkten („stummen“) Infarkt oder einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) – eine solche Herznarbe lässt sich hier genau beurteilen. Typische Symptome einer Myokarditis wie Brustschmerz, Herzstolpern oder ungewohnte Erschöpfung nach einem Infekt sind ein häufiger Anlass für die Untersuchung.

Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung

Nach einem viralen Infekt, bei Leistungsknick, Herzstolpern oder Druck auf der Brust kann die Herz-MRT eine Myokarditis nach internationalen Kriterien sichtbar machen oder ausschließen.¹

Beschwerden trotz unauffälligem Befund

Wenn Herz-CT oder Katheter unauffällig sind, die Beschwerden aber bleiben, sitzt die Ursache oft in den kleinsten Gefäßen. Das Stress-MRT macht solche Durchblutungsstörungen sichtbar.²

Die Untersuchung

Zwei Fragen, eine strahlenfreie Untersuchung

Die Herz-MRT arbeitet mit Magnetfeldern statt Röntgenstrahlen. In einer Untersuchung lassen sich sowohl der Herzmuskel selbst als auch seine Durchblutung – in Ruhe und unter Belastung – beurteilen.

Entzündung sichtbar machen

Moderne Untersuchungsverfahren erfassen Wassereinlagerung und Gewebeveränderung im Herzmuskel – die Grundlage, um eine Myokarditis nachzuweisen oder auszuschließen.

Narbe und Fibrose erkennen

Über die Kontrastmittelanreicherung (Late Gadolinium Enhancement) werden narbige oder fibrotische Areale sichtbar – etwa nach einem durchgemachten Infarkt oder einer abgelaufenen Entzündung; für die Darstellung solcher Narben gilt die MRT als Referenzverfahren.⁴

Durchblutung unter Belastung

Beim Stress-MRT wird die Herzdurchblutung medikamentös belastet und gemessen – ohne körperliche Anstrengung. So werden Engstellen und Minderdurchblutung sichtbar.³

Auch die kleinsten Gefäße

Das Stress-MRT erfasst auch mikrovaskuläre Durchblutungsstörungen (INOCA), die Herzkatheter und Herz-CT nicht darstellen – häufig die entscheidende Antwort bei anhaltenden Beschwerden.²

Dr. Dr. Georg-Friedemann Rust im Gespräch mit einer Patientin
Ihr Arzt
Wer Beschwerden hat, hat einen Grund. Unsere Aufgabe ist es, ihn zu finden.
Dr. Dr. Georg-Friedemann Rust
Facharzt für Radiologie & Neuroradiologie
So läuft es ab

In drei Schritten zur Gewissheit

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Die Untersuchung

Die Aufnahme erfolgt in einem modernen MRT mit weiter Öffnung und kurzem Magneten – angenehm auch bei Platzangst. Für das Stress-MRT und die Gewebedarstellung wird ein Kontrastmittel über die Armvene gegeben.

Befund & Gespräch

Sie erhalten einen ausführlichen Befund und ein persönliches Gespräch über das weitere Vorgehen.

Ihre Ärzte

Persönlich für Sie da

Anastasija Todorovska – Fachärztin für Kardiologie und Innere Medizin

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Spezialisiert auf Echokardiographie, EKG-Diagnostik und die kardiologische Abklärung – in enger Zusammenarbeit mit der Radiologie.

Dr. Dr. Georg-Friedemann Rust – Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie

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Physiker und Radiologe – verbindet medizinische und technische Expertise für präzise Bildgebung und persönliche Betreuung.

Das sagen unsere Patienten

Vertrauen, das aus Erfahrung wächst

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Nicht jede Herzbeschwerde hat mit verengten Herzkranzgefäßen zu tun. Zugleich reift eine Verengung der Herzkranzgefäße durch Ablagerungen (= KHK = koronare Herzkrankheit) oft lange unbemerkt heran: Eine große Bildgebungsstudie fand 2026 bereits bei rund 57 % beschwerdefreier Erwachsener Gefäßablagerungen.⁷ Eine Herzmuskelentzündung kann nach einem einfachen Virusinfekt auftreten und bleibt mit EKG und Ultraschall oft unerkannt – die Herz-MRT gilt bei der Diagnostik der Herzmuskelentzündung als nicht-invasiver Goldstandard und weist sie nach international abgestimmten Kriterien nach oder schließt sie aus.¹ Und ein erheblicher Teil der Menschen mit anhaltenden Beschwerden hat unauffällige Herzkranzgefäße: Die Ursache liegt dann häufig in den kleinsten Gefäßen (INOCA), die Katheter und Herz-CT nicht darstellen.² Gerade bei Frauen ist die INOCA ein wichtiges Thema, das immer berücksichtigt werden muss – sie bleibt in der Standarddiagnostik besonders leicht unentdeckt. Das Stress-Perfusions-MRT macht solche Durchblutungsstörungen strahlenfrei sichtbar und ist als Verfahren zur Ischämiediagnostik gut belegt.³ Für Herzvolumina und Pumpfunktion gilt die MRT zudem als genauestes, besonders gut reproduzierbares Verfahren⁵ und folgt dabei standardisierten Protokollen der Fachgesellschaft.⁶ Damit niemand mit ernsten Beschwerden nach Hause geschickt wird, nur weil die Standarduntersuchung unauffällig war. Ob eine Herz-MRT in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gemeinsam nach Ihrer individuellen Situation.

Literatur
  1. Ferreira VM, Schulz-Menger J, Holmvang G, et al. Cardiovascular Magnetic Resonance in Nonischemic Myocardial Inflammation: Expert Recommendations. J Am Coll Cardiol 2018;72(24):3158–3176. doi.org
  2. Kunadian V, Chieffo A, Camici PG, et al. An EAPCI Expert Consensus Document on Ischaemia with Non-Obstructive Coronary Arteries in Collaboration with European Society of Cardiology Working Group on Coronary Pathophysiology & Microcirculation Endorsed by Coronary Vasomotor Disorders International Study Group. Eur Heart J 2020;41(37):3504–3520. pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Nagel E, Greenwood JP, McCann GP, et al. Magnetic Resonance Perfusion or Fractional Flow Reserve in Coronary Disease. N Engl J Med 2019;380(25):2418–2428. nejm.org
  4. Kim RJ, Fieno DS, Parrish TB, et al. Relationship of MRI Delayed Contrast Enhancement to Irreversible Injury, Infarct Age, and Contractile Function. Circulation 1999;100(19):1992–2002. ahajournals.org
  5. Grothues F, Smith GC, Moon JC, et al. Comparison of interstudy reproducibility of cardiovascular magnetic resonance with two-dimensional echocardiography in normal subjects and in patients with heart failure or left ventricular hypertrophy. Am J Cardiol 2002;90(1):29–34.
  6. Kramer CM, Barkhausen J, Bucciarelli-Ducci C, et al. Standardized cardiovascular magnetic resonance imaging (CMR) protocols: 2020 update. J Cardiovasc Magn Reson 2020;22(1):17. doi.org
  7. Bundgaard H, et al. Prevalence of Silent Atherosclerosis across Adult Life. N Engl J Med 2026; online veröffentlicht am 29.08.2026 (REACT-Studie, vorgestellt beim ESC-Kongress 2026, München). doi:10.1056/NEJMoa2609059 nejm.org
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